24h-Rennen auf dem Nürburgring
Am 22./23. ist es soweit!
Langstreckenrennen gehören zur Tradition des Nürburgrings. Seit 2003 ist der Nürburgring um eine diesbezügliche Attraktion reicher: das 24h-Rennen für Radfahrer. Einmal rund um die Uhr stellen sich die Akteure der Herausforderung in der „Grünen Hölle“.
Das Flair der Rennstrecke und die einmalige Atmosphäre eines Tag-und-Nacht-Rennens haben in den letzten Jahren bereits einige tausend Teilnehmer in den Bann gezogen. 28 Runden spulte der bisher Beste in der Einzelwertung ab, 34 das siegreiche Team.
Mehr als 500 Höhenmeter und rund 23 Kilometer hat eine Nordschleifenrunde zu bieten. 72 Kurvenpassagen stehen in ihrem Steckbrief und dazu kommt die Rad-Arena im Grand Prix-Fahrerlager. Dort wo rund 3.000 Teilnehmer ihre Zelte aufschlagen, geht die Radrennstrecke mitten durch.
24h-Radrennen am Nürburgring bedeutet aber nicht nur anstrengendes Strampeln, sondern vor allem auch genussvolles Radeln durch die raue und reizvolle Eifel. Wenn sich die Sonne senkt und die hügelige Eifel in sanftes Licht taucht, wenn hinter „Pflanzgarten“ nur sonores Kettensurren die Nachtstille durchbricht oder wenn man beim Bergab durch den „Hatzenbach“ vom links-rechts-links gar nicht genug bekommen kann, dann wird das 24-Stunden-Rennen zum himmlischen Vergnügen.
Wenn die 17-Prozent-Steigung hinterm „Karussell“ zum zehnten Mal die Muskeln plagt, wenn das Schlafbedürfnis kurz vor dem zweiten Nachteinsatz um 4 Uhr früh stärker scheint als der Wille, dann hört man die Aktiven auch mal leise fluchen. Wer aber nach 24 Stunden über den Zielstrich rollt, steigt aus der „Grünen Hölle“ direkt in den siebten Radlerhimmel auf.
Kurzer Renbericht:
Leider verlief das Rennen nicht ganz nach meinen Vorstellungen. Schon bei der Anreise wurde klar, dass es sehr viele Startende haben werde. Es dauerte bis nach Mitternacht, bis wir unser Fahrzeug parkieren konnten und den Wechselplatz einigermassen eingerichtet hatten. Gut dass wir das Hotel gleich an der Strecke hatten. Am Morgen dann folgten die letzten Vorbereitungen. Am Start standen über 4000 Fahrerinnen und Fahrer. Da wurde der Platz doch schon öfters sehr knapp. Nicht alle waren wohl regelmässig auf dem Rad, denn es wurden teils sehr spezielle Linien gefahren, was das Rennen in den rasanten Abfahrten richtig gefährlich machte. Nicht verwunderlich, dass schon in den ersten Stunden teils schwere Stürze zu sehen waren.
Da ich eigentlich um die vorderen Plätze mitfahren wollte, musste ich auch in den Abfahrten Risiko eingehen. Doch nach der siebten Runde musste ich die Vernunft walten lassen. Es wurde mir zu gefährlich und ich brach das Rennen ab. Wenn ich bei dem Rennen einen Unfall erlitten hätte, wäre womöglich meine Planung für 2011 nicht realisierbar geworden.
Danke an alle die mich während dem Rennen unterstützt hatten!
Mein Begleiter
Michi Füglistaller wird mich während den 24 Stunden betreuen. Wir werden schon am Freitag anreisen, so dass wir genügend Zeit haben uns einzrichten und vorzubereiten. Nach dem Rennen am Sonntag werden wir noch eine Nacht am Ring bleiben um dann ausgeschlafen wieder die Heimreise antreten zu können.
Michi wird ja auch einer der Begleitersein, welcher mich beim Race Across America begleiten wird.
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