Radmarathon 2009
Radmarathon Schweiz
Der Radmarathon 2009 ist bereits Geschichte. Hier der Rennbericht:
Die Bilder dazu:
Die Fakten zum Rennen:
Die Vorbereitungen:
Kurz nach dem Entscheid, dass ich gerne im Jahre 2011 am Race Across America teilnehmen möchte, wurde klar, dass ich mich für diesen Anlass erst einmal qualifizieren musste. Beruhigend war, dass ich ja eigentlich zwei Möglichkeiten in der Schweiz hatte. Sommer 2009 und Sommer 2010.
Aber um genügend Zeit zu Vorbereitung zu haben, legte ich Wert darauf, dass ich die Qualifikation bereits 2009 schaffen wollte.
So begann ich im Sommer 2008 intensiver mit dem Radtraining. Von meiner Bergbasis in Wassen aus, konnte ich das Bergtraining forcieren. Die Alpenpässe sind ja von dort aus im nu zu erreichen.
Von Zürich aus begann ich die langen Trainings zu gestalten. Immer wieder versuchte ich Etappen des Radmarathons einzubauen. Ich wusste, dass jedes Verfahren mit dem Rad unnötiger Zeitverlust bedeutete und ich mich im gleichen Training auch noch mit der Topographie vertraut machen konnte.
Weiter war auch das Herausfinden der idealen Nahrung ein Thema. Ich wollte so planen, dass ich mit möglichst kurzen Stopps auskommen konnte. Dies bedeutete, dass ich mich hauptsächlich von Flüssignahrung verpflegen würde. Was nehme ich da wohl am Besten? Mit der Firma Abbott fand ich eine Firma, die für den Medizinalbereich kohlenhydratreiche Flüssignahrung herstellt. Ich testete verschiedene Produkte und konnte mich bald schon auf eine gut verträgliche Palette festlegen. Nicht jedes Aroma war gleich Magenverträglich. Weiter testete ich verschiedene Ergänzungsnahrungen, so dass nicht nur Flüssiges im Bauch hin und her schwappte und die Verdauung belastete. Ich Testete von der Banane, über Brötchen, Biberli bis hin zu den bekannten Riegeln und Gelen verschiedener Hersteller. Somit war ein Thema abgeschlossen.
Um die Thematik Schlafen musste ich mir keine grossen Sorgen machen. Da ich im Schicht-Dienst tätig bin und immer wieder die ganze Nacht durcharbeiten muss, legte ich auf eine diesbezügliche Vorbereitung keinen grossen Wert.
Viel mehr konnte ich vor dem Winter nicht vorbereiten. Um in den Wintermonaten fit zu bleiben, betrieb ich verschiedene Alternativsportarten. Langlauf und Biathlon gaben da den Ton an. Auch das Rollentraining und Jogging kam nicht zu kurz. Ich entschied mich, im Frühling kein Traininglager im Süden zu machen, hoffte viel eher, dass im Unterland das Wetter einigermassen fahrbar werden würde. Der lange Winter machte mir da einen kleinen Strich durch die Rechnung. So gab es einige lange und kalte Frühlingsausfahrten.
Fahrradtechnisch musste ich mir noch eine geeignete Beleuchtung beschaffen. Bei der Firma Sigma wurde ich fündig. Die Powerled Black Lampe erschien mir als recht geeignet. Sehr hell mit einer langen Brenndauer und multifunktional einsetzbar. So hatte ich dann während dem Rennen eine Lampe am Rennrad befestigt und eine am Helm.
Wenige Tage vor dem Rennen entschied ich mich noch, die Rizzelkassette zu wechseln, so dass mir zwei leichtere Gänge zur Verfügung stehen würden. Claudia und Edi Schweizer unterstützten mich, als Inhaber ihres Velo-Geschäfts Bike-Power in Neerach, mit Rat, Tat und Material. Dafür an dieser Stellen nochmals ein grosses Dankeschön an Claudia und Edi!
Das Rundherum war somit organisiert und ich konnte mich auf das Velo-Training konzentrieren. Grossen Wert dabei legte ich auf das Kennenlernen der Radmarathonstrecke. Bis am Schluss hatte ich die ganze Strecke, mit Ausnahme des Teils zwischen Heiligkreuz und Kerenzerberg mit dem Rad abgefahren. Das kam mir im Rennen enorm entgegen. Ebenfalls wurde ein Teamtraining über 300km absolviert. Da wurde speziell die Tauglichkeit meines extra erstellten Roadbooks mit Marschtabelle überprüft. Da wir uns nicht alleine auf ein GPS verlassen wollten, hatten wir genügend Kartenmaterial zusammengetragen. Auch konnten wir die Verpflegungsübergabe, das Abstandfahren und die innerteamlichen Bedürfnisse austesten und optimieren. Birgit, Roland und Marcel gebührt hier schon einmal ein grosses Dankeschön!
Die ganze Vorbereitung schien reibungslos zu funktionieren, bis an dem Tag, als ich im Fitnesscenter zu viel Gewicht mit dem Rücken stemmen wollte. Eine Verschiebung im Beckenbereich, klemmte einen Nerv ein und verursachte eine Entzündung die mich 3 Wochen nicht auf’s Rad steigen liessen. Diverse Gänge zum Chiropraktiker bewirkten, dass ich in der letzten Woche vor dem Rennen ein erstes Belastungstraining abhalten konnte. Der Schmerz war allgegenwärtig, bis zu dem Schlagloch, als es mich in Richterswil fast vom Rad warf. Aber als ich das Rad wieder unter Kontrolle hatte, - war der Schmerz weg! Der Nerv war "ausgehängt" und den Rest der Tour konnte ich schmerzfrei abhalten. In der gleichen Woche machte ich auch nochmals ein Nachtraining mit dem Ergebnis, die Lampen funktionieren bestens, auch ohne Begleitfahrzeugbeleuchtung, - und meinen Rücken spüre ich nur jeweils zu Beginn der Fahrt solange der Muskel kalt ist.
Am Tag vor dem Rennen galt es nur noch alle sieben Sachen zu verstauen und einen möglichst langen Schlaf zu finden.
Das Rennen:
Gut ausgeschlafen und pünktlich konnten Birgit und ich uns auf den Weg machen. Stau- und stressfrei fuhren wir nach Wangen an der Aare und parkierten in Mitten all der bereits anwesenden Teilnehmer. Sofort begann ein gegenseitiges Abtasten mit Blicken, wo wohl die stärkeren und wo die schwächeren Teilnehmer auszumachen waren. Als Neuling in der Langstreckenszene kannte ich noch nicht viele Gesichter. Gleich nebenan bereitete sich Thomas Ratschob vor. Schon etwas furchteinflössend, was da an Material bereit stand. Aber es war mir klar, Thomas fährt in einer anderen Liga und hatte ja die Qualifikation bereits in der Tasche. Also weiterschauen. Oben am Parkplatz wurde sogar ein Massagebett aus dem Fahrzeug geladen. Wow, dachte ich, da bin ich wohl etwas untervorbereitet. Keine Panik, wir holten erst einmal unsere Starnummer. Auf dem Weg trafen wir noch auf unsere beiden weiteren Begleiter Roland und Marcel. Zusammen ordneten wir unsere Materialien im Fahrzeug und stellten amüsiert fest., eigentlich fehlt, gegenüber den umherstehenden Begleitfahrzeugen, nichts ausser: ein Ersatzvelo, viele - viele Ersatzräder, Lampen auf dem Fahrzeugdach, Megaphone ect. ect.. Macht nichts, das Rennen wird auf der Strasse entschieden und so mancher Schein hat doch auch schon getrogen. So hoffte ich jedenfalls.
Auf zum Start! Da begegnete mir auch noch mein Kollege Alexander Lang, den ich bisher nur vom Schreiben her kannte. Endlich konnten wir uns auch persönlich kennen lernen. Wir beredeten kurz unsere Ziele und stellten fest, dass wir etwa gleich schnell sein wollten.
Da viel auch schon der Startschuss, aber zuvor musste ich mir vom OK-Chef doch noch den Spruch anhören, in meinem Bidon habe es ja Jogi-Drink. Aber dass mein Jogi-Drink ausgeklügelte Energienahrung war, konnte er ja nicht ahnen.
So strampelte ich los, im blinden Wissen wo es langgeht. Bei der ersten Baustellenumfahrung kam bereits ein vor mir gestarteter Teilnehmer aus einer falschen Richtung. Schon so früh verfahren, das konnte ja noch heiter werden. Am Kilchzimmersattel kam schon früh ein erstes Grosshindernis. Wer hier zu sehr überdrehte, hat sich wohl bereits ein Handicap für den Schluss eingehandelt. Mein Rezept für die ganze Strecke war, nie in den sauren Bereich zu fahren, so dass mir die Beine nie brannten. Das bedeutete auch, der Kopf musste bremsen, auch wenn es eigentlich schneller gehen würde. Die Abfahrt liess ich ohne Gefahrenmomente hinter mir und es ging weiter Richtung Passhöhe Asphof, wo sich die Himmelsschleusen ein erstes Mal öffneten. Einige vor mir fahrende Kollegen zogen sich Regenbekleidung über. Ich zog es vor, ohne Kleiderwechsel durchzufahren, im Wissen, hinter der Regenfront wird es wieder trocken sein. Und wirklich, im Sonnenschein führte mein Weg weiter bis nach Koblenz.
Der nächste Abschnitt führte uns in den Schwarzwald. Die lange Steigung zeigte verschiedene Taktiken auf. Die Einen bewältigten die Strecke als Erholungssteigung, die Anderen fuhren recht zügig an mir vorbei. Ich machte wohl so etwas zwischendurch. Nach Bonndorf dann der zweite Regenguss. Wirklich heftig und sichteinschränkend. Meine Hoffnung wurde erfüllt und ich wurde bis zum Checkpoint Ewattingen von keinem Auto von hinten angefahren.
Die Etappe zwischen Ewattingen und Ramsen beinhaltete die steile Steigung nach Blumberg. Mit Hochlaufen wäre man wohl fast so schnell gewesen wie mit Fahren. Zum Glück hatte ich genug kleine Gänge montiert. In Thayngen kamen uns weitere Fahrer aus falschen Richtungen entgegen. Ich war wirklich froh, dass ich die Strecken vorgängig abgefahren hatte. Ohne auf eine Karte schauen zu müssen, steuerte ich Richtung der Steigung nach Dörflingen. Der Rest war dann problemlos und einfach zu finden.
Der Bodensee lag schon in unmittelbarer Nähe. Die Abendstimmung dem See entlang machte richtig Freude. So wurde die Fahrt, durch all die hübschen Dörfer, zur eigentlichen Motivationsspritzenfahrt. Vor Frasnacht gab ich unserem Team per Knopf im Ohr bekannt, dass sie mir doch die Ärmlinge und Beinlinge richten mögen. Um nicht unnötig auszukühlen und zusätzliche Energie zu verlieren, entschied ich mich schon früh am Abend mich warm anzuziehen. Es war jedoch noch zu früh, um das Rennrad bereits auf Nachtbetrieb umzurüsten.
Die Etappe von Frasnacht bis Sargans war ein echtes Erlebnis. Nach der Wegfahrt in Frasnacht machten wir aus, dass wir um 21:45h anhalten werden, um auf Nachtbetrieb umzubauen. Ab Rheineck begann es dann recht schnell einzudunkeln. Leider sah ich von meinem Begleitfahrzeug nicht viel. Es steckte im Abendverkehr etwas fest. Von hinten näherte sich dafür ein anderes Begleitfahrzeug mit belebender Musik. Es war Beny Furrer der an mir vorbeizog. Ihn kenne ich noch von meiner Zeit um 1990, als ich im Wallis den Oberwalliser Velocup fuhr. Kurz später konnte ich dann an den Strassenrand fahren, um mich umzurüsten. Beleuchtung ans Velo und an den Helm, Radhose wechseln, um den Druck mit einem neuen Sitzpolster zu verlagern, neues Paar Schuhe und schon ging die Reise weiter. Mehrheitlich flach bis nach Sargans.
In Sargans machte ich eine etwas längere Pause. Ich freute mich über den bisher gelungenen Verlauf, trank eine Bouillon und stärkte mich etwas. Nach knapp 10 Minuten fuhr ich weiter, auf die mir noch unbekannte Strecke. Ab dem Walensee kannte ich dann den Verlauf wieder und kurz nach Mitternacht nahm ich die Steigung zum Kerenzerberg in Angriff. Im Wissen, dass nach Pfäffikon meine Angstroute folgen würde, nahm ich den Anstieg eher gemütlich. Oben angekommen ging es ohne Zwischenstopp gleich in die Abfahrt. An meinem Rad konnte ich das Licht heller schalten, so dass ich mit beiden Lampen eine Ausleuchtung wie mit einem Motorradlicht erreichte. So konnte ich voll fahren, ohne mich auf das Begleitfahrzeug verlassen zu müssen. Das Auto konnte mir nicht in allen Kurven folgen. Doppelt gut für ein gutes Licht am Rad. Bis nach Pfäffikon war es dann bekanntes Terrain.
In Pfäffikon traf ich wieder auf Beny. Anscheinend hatte er sich stark verfahren. Ich erklärte ihm noch die heiklen Stellen auf der nächsten Etappe. Selber kannte ich die Strecke auswendig. Die Steigung nach Schindellegi war mir aus etlichen Trainingsfahrten geläufig. So wusste ich genau, dass der steilste Teil oben folgen würde. Angesichts dessen teilte ich die Strecke klug ein und sagte meinem Begleitfahrzeug, sie können vorfahren bis zur höchsten Stelle und etwas dösen. Anscheinend war ich viel zu schnell oben, denn ich erhielt einen leisen Vorwurf, sie hätten gar nicht richtig ruhen können. Dem Zugersee entlang begann es langsam Tag zu werden. Das Feld hatte sich nun so weit auseinandergezogen, dass nur noch wenige Mitkonkurrenten auszumachen waren. Bis Emmen passierte dann nichts weiter Erwähnenswertes.
In Emmen waren wir zeitlich so gut, dass ich einerseits fast eine Stunde Vorsprung auf meine eigene Marschtabelle hatte und anderseits es möglich war, das Rennrad von der Lampenlast wieder zu befreien. Auch der Helm fühlte sich plötzlich wieder federleicht an. Es sollte ein hartes Stück Arbeit werden, bis die Höhe im Emmental erreicht werden würde. Erst einmal galt es den Nebel beim Sempachersee zu durchstossen. In der Region wurde ich auch vom ganz in weiss gekleideten Martin Jakob überholt. Er verschwand recht schnell im Nebel. Beim Mauensee drückte dann die Sonne durch und es sollte wärmer und wärmer werden. Beim Hochfahren motivierte ich mich mit dem Wissen, wenn ich oben angekommen bin, folgen nur noch vier Abschnitte bergab oder flach und eine mit grosser Steigung. Also kämpfte ich mich weiter hoch. In dieser Etappe verlor ich auf meinen stolzen Vorsprung auf meine Marschtabelle fast eine halbe Stunden. Aber es war noch Vorsprung vorhanden.
In Affoltern wechselte ich nochmals die Hose und auf ging’s in die rasante Abfahrt Richtung Burgdorf. Bis ins Krauchtal konnte ich mich wieder etwas erholen und fuhr in flottem Tempo bis nach Ittigen.
Die letzte Etappe vor der ersten Zielpassage war geprägt vom Aufstieg zum Grauholz. Vor dem Aufstieg traf ich nochmals auf Martin. Wir sprachen etwas zusammen, bis sein Rhythmus etwas zügiger wurde und ich ihn ziehen lassen musste. Mein Kredo lautete ja immer noch, keine übersäuerten Beine. Die weiteren Kilometer verliefen mit vielen Richtungsänderungen, mehr Verkehr, Ampeln und Bahnübergängen. Es war angenehm, dass ich das Begleitfahrzeug mehrheitlich vor mir sah und mich nach diesem richten konnte. Das Gefühl war aber schon recht gut, als ich nach 600km das Ziel ein erstes Mal durchfuhr und abstempelte. Meine Crew war bereits da und organisierte die Durchfahrtszeiten der vor mir Gestarteten. Jemand meinte, ob es überhaupt noch Sinn mache, die weiteren 110km zu fahren, wenn eine Qualifikation evt. nicht mehr möglich sei. Der Abstand auf den Schnellsten war doch schon recht gross. Halb im Hitze-Delirium entschied ich dann: „Ich fahre weiter.“ Kommentarlos schwang ich mich wieder aufs Rad und nahm die nächsten Kilometer in Angriff. Bald schon folgten die ersten Steigungen und die Müdigkeit kroch in alle Knochen. Prompt verfuhr ich mich in Thörigen um einige Meter. Meine Begleitung fuhr etwas weiter hinter mir und konnte nicht gleich melden, dass ich die Kreuzung verfehlt hatte. Ich merkte es aber selber, da ich schon im Training den Weg nicht gefunden hatte. Dann folgte der härteste Abschnitt der Strecke. Der Lindenpass! Nach 620km, dem Empfinden nach endlos lang und unmenschlich steil. Ich war froh, dass mein Begleitfahrzeug schon auf der Passhöhe wartete. Ich hätte mich wohl hinreissen lassen, mein Velo einzuladen. Die Temperatur stieg bis zu diesem Zeitpunkt auf 30°C. Das war ja noch nicht die letzte Steigung. Bis ich endlich wieder in Affoltern war, kam es mir vor als wäre ich Stunden unterwegs. Aber ich schaffte es und zeitlich immer noch vertretbar. Der Abstand zu den Schnellsten war immer noch im Bereich der 115% der Zeit des Schnellsten.
Ganz ein kurzer Stopp und gleich ging’s in die Abfahrt. Mein neues Ziel lautete, eine Zeit unter 27 Stunden zu erreichen. Das war immer noch möglich. Ich war so zügig unterwegs, dass mich das Begleitfahrzeug erst im Krauchtal wieder einholte. In Ittigen angekommen, gab es einen Ultrakurzstopp. Die Taktik wurde angepasst und ich nahm nur noch Wasser und wenig Gel zu mir.
Die letzte Etappe wurde zu einer eigentlichen Triumphfahrt. Durch die Motivation der möglichen Endzeit und dem nahenden Ziel, fuhr ich um einiges zügiger das Grauholz hoch. Auf dem restlichen Streckenteil hatte ich zudem Glück mit ganz wenigen Rotlichtern und immer offenen Bahnübergängen. Dank der überlegten Fahrweise im Vorfeld, der Streckenkenntnisse und dem Ziel vor Augen legte ich die Strecke mit einem Schnitt von 29.2 km/h zurück. Nach 26 Stunden, 39 Minuten und 59 Sekunden stempelte ich im Ziel ab. Im ersten Moment dachte ich noch nicht an eine Qualifikation, freute mich nur über die erreichte Zeit.
Nach dem Rennen:
Als der OK-Präsident Andreas Mäder an mich herantrat, merkte ich erst, dass es wohl um die Qualifikationszeit gehen würde. Er meinte, dass es wirklich sehr eng werden würde. Plötzlich sah ich mich sogar im Qualifikationsgeschäft wieder. Es vergingen bange Minuten des Wartens bis Andreas zurückkam. Er machte es spannend. Dann meinte er schliesslich, dass es mir auf die Minute gereicht hätte und ich fürs RAAM qualifiziert sei. Das war natürlich eine riesen Überraschung, denn daran geglaubt hatte wohl niemand mehr von uns, auch wenn meine Zeit in früheren Jahren problemlos zur Qualifikation gereicht hätte.
Im Nachhinein hätten so viele Einflüsse dazu führen können, dass die Minute verloren gegangen wäre, vielleicht hatte ich heute einfach das Glück des Tüchtigen.
Vielen gilt es für diesen Erfolg zu Danken. Ganz speziell meinem Team, das mich über die ganze Strecke perfekt betreut hatte und auf meine Wünsche eingegangen ist. Birgit, Marcel und Roland, vielen, vielen Dank!
Ein spezieller Dank gilt auch dem Veranstalter. Über zwei Tage hinweg eine solche Organisation aufrecht zu halten ist nichts Selbstverständliches. Auch die Strecken waren grossartig und das Personal an den Checkpoints mit uns Fahrern jederzeit sehr freundlich.
Jetzt geht es weiter mit der Organisation für’s RAAM 2011.
Die Bilder dazu:
Die Fakten zum Rennen
Die Daten anhand der mitgeführten Polar-Uhr:
gefahrene Strecke: 720.8 km
benötigte Zeit: 26 Std, 39 Minuten, 59 Sekunden
Durchschnittsgeschwindigkeit inkl. Pausen: 28.9 km/h (Pausenzeit aller Checkpoints: 48 min.)
Maximalgeschwindigkeit: 69 km/h
Total Höhenmeter: 5170 m (nur Steigung)
Kalorienverbrauch: 15028 kcal (zugeführt ca. 16000 kcal)
Durchschnittliche Herzfrequenz: 127 Schläge /min. (max. 173 Schläge / min.)
Die 600km Runde
Die 110km Strecke
600 km Strecke





